S Google: US-Gericht prüft Zerschlagung des Suchmaschinen-Riesen – AktuelleWirtschaftsnachrichten.de

Google: US-Gericht prüft Zerschlagung des Suchmaschinen-Riesen

Im US-Kartellverfahren um die Marktmacht des Suchmaschinenbetreibers Google fordert das US-Justizministerium strenge Maßnahmen. Es müsse verhindert werden, dass Google seine Dominanz bei der Online-Suche mit Hilfe künstlicher Intelligenz weiter ausbaue, sagte der Anwalt des Justizministeriums, David Dahlquist, zu Beginn des Kartellverfahrens am Montag in Washington. „Es ist an der Zeit, Google und allen anderen Monopolisten, die zuhören – und sie hören zu – zu sagen, dass es Konsequenzen hat, wenn man gegen die Kartellgesetze verstößt“, sagte Dahlquist in seinem Eröffnungsplädoyer.Das US-Justizministerium und eine breite Koalition von US-Generalstaatsanwälten fordern Maßnahmen zur Wiederherstellung des Wettbewerbs bei Online-Suchmaschinen. Dabei müsse auch die Weiterentwicklung der Suchmaschinen mithilfe von generativen KI-Produkten wie ChatGPT einbezogen werden. „Maßnahmen dieses Gerichts sollten zukunftsorientiert sein und nicht ignorieren, was sich am Horizont abzeichnet“, sagte Dahlquist.Chrome-Browser soll abgestoßen werdenDas US-Justizministerium strebt einen Gerichtsentscheid an, der die Tochter des US-Konzerns Alphabet unter anderem dazu verpflichten soll, ihren Chrome-Browser zu verkaufen.Googles Suchmonopol helfe bei der Verbesserung seiner KI-Produkte, die wiederum neue Nutzer zur Google-Suchmaschine führten, argumentierte das US-Justizministerium am Montag. So habe Google mit dem Smartphone-Hersteller Samsung die Zahlung einer „enormen Summe“ für die Installation der Google KI-App Gemini auf seinen Geräten vereinbart. Ein US-Bezirksrichter hatte zuvor bereits entschieden, dass Googles Exklusivvereinbarungen mit Geräteherstellern über den Standard-Einsatz seiner Suchmaschine dazu beitrügen, das Monopol des Unternehmens aufrechtzuerhalten.Googles Anwalt John Schmidtlein sagte dagegen in seinem Eröffnungsplädoyer, die Vorschläge des US-Justizministeriums liefen auf eine Wunschliste der Google-Wettbewerber hinaus, die von Googles herausragenden Innovationen profitieren wollten. „KI-Konkurrenten möchten ebenfalls Almosen, obwohl sie im Wettbewerb gut dastehen“, sagte Schmidtlein.Google argumentiert, dass seine KI-Produkte nicht in das laufende Verfahren gehören, da es dabei um Suchmaschinen gehe. Vorgeschlagene Maßnahmen gegen Google würden Innovationen in den USA zurückhalten. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, in die Berufung zu gehen.Bereits Niederlage wegen Monopol-Position•Neue Audio- und Videoangebote: Wie Spotify gleichzeitig Audible und YouTube angreiftDas Interview führte Sarah Heuberger•„Verrat von den Gründern“: Die bitteren Folgen des Verkaufs der Wander-App KomootVon Sarah Heuberger und Jonas RestVor demselben Gericht in Washington läuft gerade der Prozess, in dem die US-Regierung die Abspaltung von Instagram und WhatsApp vom Facebook-Konzern Meta erzwingen will. Dieses Verfahren ist aber noch in der ersten Phase, in der es um die Feststellung möglicher Wettbewerbsverstöße geht.

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